[Rezension] Die Glasperlenmädchen

Rezensionsexemeplar vom Bloggerportal Randomhouse

Lisa Wingate
Limes Verlag
Seiten 521
Roman

Hannie ist ein junges Mädchen und ehemalige Sklavin, die durch den amerikanischen Bürgerkrieg und den Sklavenhandel ihre Mutter und Geschwister verloren hat. Sie arbeitet auf der Plantage Gosset Grove, wo ihre Mutter früher auch gearbeitet hat. Zum Abschied hatte ihre Mutter ihr ein Band mit drei blauen Perlen geschenkt, damit sie sich irgendwann wieder finden können. Als Lavinia und ihr Halbschwester Juneau Jane sich auf den Weg machen, ihren Vater aufzusuchen, um ihr Erbe zu sichern, beschließt Hannie die Chance zu nutzen und begleitet die Mädchen als Kutscher verkleidet. Dabei erleben die Mädchen eine gefährliche Reise von Louisiana nach Texas voller Hinterhalte. Dabei stoßen sie auch eine Vermisstenrubrik der Southwestern Christian Advocate und Hannie hat nun wieder Hoffnung ihr Familie zu finden.
Benedetta Silvia auch Benny, beginnt nach ihrem Studium, ihr erstes Jahr als Lehrerin in einer Schule in Augustine/Louisiana. Dabei machen es ihre Schüler ihr richtig schwer. Durch einen kleinen Tipp stößt sie auf eine private Bibliothek in ihrer Nachbarschaft und es ensteht eine Idee zu einem Historienprojekt mit ihren Schülern, um ihnen die Geschichte ihrer Stadt und ihrer Vorfahren näher zu bringen.

Dieses Buch war ergreifend und erschreckend zu gleich. Zum einen durch den Einblick in die Welt der Sklaverei durch Hannie und zum anderen durch die Nachforschungen von Benny und ihre Schüler. Es war spannend Hannie auf ihrer Reise zu folgen und zu bangen wie und ob sie es schaffen würde ihre Familie zu finden und ob ihre Begleiterinnen ihren Vater finden würden. Sehr herzergreifend war es wie Benny die Schüler geschafft hast zu motivieren nach ihren Ahnen zu forschen und wie die Schüler anschließend mit Eifer und Freude an dem Projekt gearbeitet haben. Der Schreibstil von Lisa Wingate lässt sich super und flüssig lesen und hilft einen gut in die Zeit einzutauchen. Schön fand ich auch das immer nach den Kapiteln aus Hannies Sicht ein kleiner Zeitungsartikel, aus der Southwestern Christian Advocate eingedruckt war. Das gut vermitteln können, wie viele Familien auseinander gerissen wurden und sich auch Jahre nach der Auflösung der Sklaverei gesucht haben. Es ist eine absolute Leseempfehlung.

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